Eine Kampagne über Aufmerksamkeit im digitalen Alltag
Wer hat die Kontrolle
über deine Aufmerksamkeit?
Brich das Muster
Weiter scrollen
Digitale Gestaltung arbeitet mit wiederkehrenden Mechanismen,
die Verhalten lenken, ohne dass es auffällt. Erkenne die Muster.
Schaffe Abstand. Triff bewusstere Entscheidungen.




Über: Das Projekt
Brich das Muster ist eine gestalterische Untersuchung zu digitaler Reizlogik und der Lenkung von Aufmerksamkeit. Im Zentrum stehen Mechanismen, die Verhalten formen, und Gegenentwürfe, die Selbstbestimmung stärken.
Die Arbeit ist als Kampagne im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Studiengang Marken und Kommunikationsdesign entstanden. Sie setzt sich kritisch mit Addictive Design auseinander und macht dessen Wirkung im digitalen Alltag sichtbar. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen und einen selbstbestimmteren Umgang mit digitalen Systemen zu fördern. Die Kampagne verbindet Analyse, Gestaltung und Reflexion zu einer klaren Dramaturgieaus Reiz, Ruhe und Reflexion.



Unvorhersehbare Impulse und steigende Reizdichten erhöhen die Wahrscheinlichkeit schneller, impulsiver Entscheidungen. Reiz entsteht nicht zufällig, sondern durch bewusst gesetzte Muster.
Band 1: Reiz
Digitale Reize überfluten dich täglich. Unendliche Feeds hören nicht auf, Impulse wechseln im Sekundentakt, Inhalte konkurrieren permanent um Aufmerksamkeit.
Was wie normale Nutzung wirkt, folgt oft gezielten Manipulationsmechaniken in Gestaltung und Interaktion. So wird Aufmerksamkeit gebunden und Verhalten
unmerklich in bestimmte Richtungen gelenkt. Wer diese Muster nicht erkennt, reagiert häufiger automatisch statt bewusst.









Band 2: Ruhe
Ruhe beginnt dort, wo Reiz sonst übernimmt. Sie entsteht nicht von selbst, sie wird gestaltet. Reduktion schafft Orientierung und macht Fokus wieder möglich. Klare Hierarchien und stabile Layouts entlasten Wahrnehmung und geben Entscheidungen wieder mehr Zeit. So wird digitale Gestaltung zu einem ruhigen Raum statt zu einem permanenten Signal.
Calm Design und Bright Patterns setzen auf Transparenz, Vorhersehbarkeit und visuelle Entlastung. Sie wirken als Gegenpol zu Reizlogik und manipulativen Mechaniken, indem sie Kontrolle und Klarheit stärken.

Band 3: Reflexion
Reflexion beginnt dort, wo Nutzung nicht mehr automatisch abläuft. Wer Muster erkennt, kann das eigene Verhalten besser einordnen und bewusster entscheiden. Es geht nicht um Schuld oder Disziplin, sondern um Wahrnehmung und Handlungsspielraum. Was zieht mich rein, was hält mich drin, was lenkt mich ab.
Reflexion macht sichtbar, wie Gestaltung wirkt und wann Kontrolle zurückkommt.
Reflexion verbindet Analyse mit persönlicher Erfahrung und schafft Distanz zum Autopilot. Sie macht sichtbar, wie Gestaltung Wahrnehmung und Verhalten beeinflusst, und ermöglicht es, eigene Routinen bewusster einzuordnen. So entsteht Raum, um digitale Nutzung nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu hinterfragen und neu zu gestalten.



Print: Booklet Trilogie
Die Website ist ein Überblick. Die Booklets sind der Weg zurück zur Selbstbestimmung. Drei Bücher führen von Reiz über Ruhe zur Reflexion. Du lernst, welche Mechanismen dich festhalten, wie ein Gegenentwurf gestaltet werden kann und was das für deinen Alltag bedeutet. So wird aus schneller Nutzung eine verständliche Struktur und aus Struktur wird Orientierung.
Print: Kalender
Der Kalender übersetzt Reflexion in den Alltag. Er schafft kleine Momente der Unterbrechung zwischen Routinen, Terminen und digitalen Impulsen.
Nicht als Anleitung, sondern als Erinnerung.
Der Kalender begleitet über das Jahr hinweg und setzt gezielte Denkanstöße. Er lädt dazu ein, das eigene Verhalten regelmäßig wahrzunehmen und einzuordnen.
Die Booklets helfen, das eigene digitale Verhalten bewusster wahrzunehmen. Sie machen sichtbar, wann Nutzung automatisch abläuft und wo Entscheidungen unbemerkt beeinflusst werden. So entsteht die Möglichkeit, den eigenen Umgang gezielt zu verändern.
Über: FAQ
Dieses Projekt arbeitet mit Begriffen, Mechanismen und Gestaltungsprinzipien.
Hier findest du kurze Einordnungen dazu.
Danke fürs Reflektieren.
Erkennen ist der erste Schritt zu mehr Selbstbestimmung im Digitalen.


